Hilfreiche Technikübungen für Trompete

Welche Technikübung ist die richtige?

Es gibt unendlich viele Technikübungen! Du wirst nie alle spielen können. Oftmals sind die einfachsten die effektivsten. Tipp: Suche Dir einige wenige heraus, die Du kennst und die Dir Spaß machen und verbessere diese nach meiner Anleitung  zum optimalen Einspielen.

Meine Lieblingstechnikübung ist  die 2nd Study aus Technical studies for the cornet von Herbert L. Clarke. Die Tonleitern sind hier melodisch auf eine Sexte zusammengestaucht und machen mehr Spaß als die althergebrachten. Die 1st (chromatisch) und 3rd Study (Dreiklänge) aus demselben Buch sind auch sehr zu empfehlen.
Übe sie auswendig nach der Anleitung  zum optimalen Einspielen. Unbedingt IMMER ALLE Parameter zum optimalen Einspielen beachten. Hast Du diese eine zeitlang (ca. drei Monate) intensiv (jeden Tag mimdestens 15 min.) geübt, kannst Du sie nach und nach variieren. Auch hier gilt IMMER langsam üben (Achtelnote = 60) , nur langsam die Übung verändern – immer nach dem Motto „Wer schnell übt, kommt langsam voran. Wer langsam übt, kommt schnell voran!“.

Variationen am Beispiel der 2nd study:

  1. legato
  2. legato, vier Töne langsam, vier Töne doppelt so schnell im Wechsel und umgekehrt
  3. vier Töne legato, vier gestoßen (Noten den vollen Wert aushalten) im Wechsel und umgekehrt
  4. vier Töne forte, vier Töne piano im Wechsel und umgekehrt
  5. 2. und 3. miteinander kombinieren: vier Töne legato und forte, vier schnell und piano im Wechsel und umgekehrt usw.

Damit bist Du mehr als ein Jahr beschäftigt.

Weitere Übemöglichkeiten:

Welche Technik- und Einspielübungen sind nicht sinnvoll?

…die Dich zu sehr fordern bzw. überfordern! Sei es ein zu komplexer Rhythmus oder ein zu großer Tonumfang. Idealerweise spielen wir uns im Tonraum zwischen g¹ und g² ein. Auch unsinnig ist dieses berühmte Töne aushalten! Jeder Blechbläser, der neu zu mir in den Unterricht kommt, hält Töne aus. Auf die Frage, wozu er diese Übung praktiziert, kommt im besten Fall die Antwort, um an einem schönen Klang zu arbeiten. Nun, der Klang ist das Unwichtigste überhaupt bei uns Blechbläsern! Denn solange die Funktionen und die Technik auf der Trompete miserabel sind, kannst Du noch solange Töne aushalten, wie Du willst, Du wirst das Ziel nie erreichen – reine Zeitverschwendung!
Ein schöner Klang stellt sich automatisch ein, wenn alle für das Blechblasen wichtigen Körperfunktionen (Atmung, Zunge, Lippen) im Gleichgewicht arbeiten!
Sonst unterliegst Du dem Versuch, das Pferd von hinten aufzäumen zu wollen – und das hat noch nie funktioniert.

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.