Zirkularatmung

Die Zirkularatmung ist eine Technik, die Du als Blechbläser beherrschen solltest. Sie ist elementar wichtig. Unabhängig vom gewöhnlichen Atemrhythmus wirst Du durch Anwendung der Zirkularatmung Phrasen zuende oder sogar ganze Werke spielen können.
Außerdem ist sie in kürzester Zeit zu erlernen und macht Spaß! Klingt das gut? Dann lies hier weiter…

Du gehst wie folgt vor:

  1. Du nimmst Wasser in den Mund. Das fühlst Du besser als Luft.
  2. Du atmest durch die Nase ein und aus. Funktioniert es? Dann geht’s weiter.
  3. Während des Einatmens presst Du das Wasser durch die geschlossenen Lippen heraus. Diesen Vorgang übernimmt die Zunge. Wiederhole dies einige Male.
  4. Nun wiederholst Du Schritt 3. Diesmal ersetzt Du das Wasser mit der Luft.
  5. Dasselbe nun auf Deinem Instrument.
  6. Nachdem Du die Luft aus der Mundhöhle gepresst hast, schalte auf Atemluft um.
  7. Übe idealerweise die Zirkularatmung auf g¹ (bei Trompeten) bzw. in einer angenehmen Tonlage auf Deinem Instrument. Übe die Zirkularatmung auch auf dem Didgeridoo.
  8. Funktioniert die Zirkualratmung, baue diese Technik in Deine Einspielübungen ein: entweder extrem langsam Tonleitern spielen oder mehrmals hintereinander.
  9. Letzter Schritt: spiele Musikstücke mit der Zirkularatmung.

Wenn Du Probleme bei der Zirkularatmung hast, lies meine folgenden Tipps zur Lösung dieser:

  • Musst Du bei Schritt 3. husten, hast Du etwas falsch gemacht.
  • Sollte der aus der Mundhöhle gespielte Ton multifrequent sein, gehe relaxter an die Sache heran.
  • Nach dem Rauspressen der Luft schaltest Du auf die Atemluft um. Funktioniert das nicht schnell genug, entsteht eine Unterbrechung.

Sollte es wider Erwarten Probleme geben, schreibe mir eine Email oder komme zu mir in den Trompetenunterricht. Hier kann ich Dir am besten zeigen, wie die Zirkularatmung funktioniert. Du wirst erstaunt sein, wie einfach diese Technik ist!

3 Kommentare

  1. Praktisch jeder Schüler, dem ich Zirkularatmung vormache, reagiert mit einem „das geht doch nicht“. Obwohl er es eben demonstriert bekommen hat, ist der Glaube, das „sowas“ unmöglich ist, doch recht stark. Mindestens ist da die Überzeugung (woher auch immer die kommt) „das ist bestimmt sehr schwer zu lernen“. Witzig, nicht? 🙂

    Ich nutze Zirkularatmung deswegen pädagogisch auch ganz bewusst als Referenz für Überwindung selbstgesetzter Grenzen. Wenn der Schüler erst mal die Zirkularatmung kann, sage ich bei zukünftigen Fällen von „das kann ich nicht“, „das Stück ist zu schwer“ usw. einfach: „Du hast Recht, und Zirkularatmung ist unmöglich. :-)“ Funktioniert prima!

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